Rezension: Das Silmarillion (John Ronald R. Tolkien) - Rezensent: Fallen Phoenix - Experiment Stille
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853 Punkte



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Das Silmarillion

 Durchschnitt: 5,2 Punkte
Verständniss:      
Story:          
Sprecher:          
Gefühl:        
Umsetzung:        
Cover:        



AINULINDALE - Die Musik der Ainur


Eru war da, der Eine, der in Arda Ilúvatar heißt; und er schuf erstens die Ainur, die Heiligen, Sprößlinge seiner Gedanken; und sie waren bei ihm, bevor irgend andres erschaffen war. Und er sprach zu ihnen, sie Melodien lehrend, und sie sangen vor ihm, und er war froh.

So beginnt das Erste Buch der Schöpfungsgeschichte um Mittelerde. Es erzählt von Eru Illuvatar,wie er die Valar und deren Diener,die Maiar erschuf und Ihnen auftrug,die Welt zu formen,nachdem er Ihnen in einer Vision die Welt zeigte.Die vierzehn größten der Valar,von denen es jeweils Sieben Männliche und Sieben Weibliche gibt,steigen auf Ea hinab und bewohnen es im Lande Valinor gemeinsam mit ihren Dienern. Der mächtigste Vala ist Melkor,der an allen Mächten seiner Geschwister teilhat. Im Laufe der Geschichte jedoch,lehnt sich Melkor gegen seinen Schöpfer und den Rest seiner Geschwister auf und beginnt,Krieg zu führen,indem er viele der Maiar verführt und somit der Ursprung allen Bösen ist. Der Zorn seiner Geschwister über den Verrat lässt allerdings nicht lange auf sich warten...

Der Hörer wird also in diesem Buch tief in die Schöpfung der Welt gezogen und darüber aufgeklärt,warum es das Böse auf Ea gibt,wer sich dagegen behaupten konnte und wie diese Ereignisse den Rest der Geschichte beeinflussten.



VALAQUENTA - Von den Valar und Maiar


Das zweite Buch berichtet von den Vierzehn mächtigsten Valar und deren Dienern die nun damit beginnen,alles für die "Kinder Illuvatars" vorzubereiten. Gemeint sind die Elben und Menschen,wobei letztere nur die Zweitgeborenen sind.So nimmt die Geschichte ihren Lauf und berichtet von den einzelnen "Gebieten" die die Valar beherrschen.

Die Maiar sind zwar von gleicher Art wie die Valar,allerdings weniger mächtig und in einer schier endlosen Zahl vorhanden.Nur die wenigsten haben Namen wie beispielsweise Olorin,der der weiseste aller Maiar war,oder Eonwe,der Herold der Valar dem kein anderer Maia an Kampfeskraft gleich kam. Nach dem Lobgesang über die "Guten" erfährt man auch einiges über die Feinde und eben auch über Melkor,der damit beginnt,viele der Maiar zu verführen und sich gegen ihre Herrn aufzulehnen.


Vergleichen könnte man also diese Geister,was sie letztenendes sind,mit den Göttern der Antike,die alle aber dem Einen untertan sind.Jeder von Ihnen ist einem Valar zugeordnet und unterstützt diesen,wo er nur kann. Melkor hingegen nimmt die typische Rolle des gefallenen Engels ein und lässt Parallelen zu Luzifer,Loki und Seth auftauchen.

Und somit kommen wir zum nächsten Buch dem



Quenta Silmarillion - Die Geschichte von den Silmaril



Es heißt unter den Weisen, der Erste Krieg habe begonnen, bevor Arda noch ganz erschaffen und ehe noch etwas da war, das wuchs oder ging auf Erden; und lange hatte Melkor die Oberhand. Doch mitten im Krieg kam ein Geist von großer Stärke und Kühnheit den Valar zu Hilfe, der im fernen Himmel gehört hatte, daß man sich im Kleinen Königreich schlug; und Arda erklang von seinem Gelächter. So kam Tulkas der Starke, dessen Zorn wie ein mächtiger Sturm ist, der Wolken und Dunkelheit vor sich wegbläst, und Melkor floh vor seinen Fäusten und vor seiner Lache; Arda verließ er, und für ein langes Alter war Frieden.

Der Krieg mit Melkor ist in vollem Gange und Ea erbebt unter den Mächten die hier nun aufeinander treffen. Durch das Eintreten des Tulkas,scheint die Gefahr fürs Erste gebannt zu sein und man beginnt endlich mit den weiteren Vorbereitungen. Melkor bleibt auch nicht untätig und sammelt seine Schergen um sich. Unterdessen erwachen die Elben oder auch die "Erstgeborenen" und beginnen die Welt zu bevölkern. Wie zu erwarten,greift Melkor an und wird gefangengenommen,kann sich aber wieder losreißen und überzieht wenig später die Welt mit Dunkelheit.

Dieses Buch ist das umfangreichste,denn es weist eine Vielzahl von Geschichten vorrangig um die Elben auf,die Liebe ist ebenfalls ein starkes Thema und man erfährt auch von den Menschen,die nach den Elben erwachen.

Diesem langen Buch folgt das Buch mit Namen Akallabeth,indem es um die Numenorer geht,die auf der Insel Numenor leben und mit langem Leben gesegnet sind. Allerdings werden die Könige durch den mächtigsten Diener des Melkor verführt. Eru Illuvatar versenkt die Insel höchstpersönlich,greift aber nie wieder in den Verlauf der Geschichte ein. Auch dieses Buch ist ziemlich umfangreich und an einigen Stellen langatmig,aber dennoch eine gute Säule um mehr über die Vorfahren Aragorns in Erfahrung zu bringen.

Das letzte Buch behandelt die Erzählung von:

Den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter

Wie der Titel schon sagt,geht es hier um die Geschichte des Herrn der Ringe. Sauron,der für den Untergang Numenors verantwortlich ist,taucht bei den Elben als Annatar - Herr der Geschenke auf und lehrt sie,wie man Ringe der Macht schmiedet. Jedes Volk das auf Ea wandelt,erhält eine bestimmte Anzahl von Ringen,die die Träger mit besonderen Fähigkeiten ausstatten. Jedoch werden alle Ringträger betrogen..In Saurons Reich Mordor schmiedet der Maia einen Meisterring,dem alle anderen Ringe untertan sind. In diesen Ring fließt ein Großteil der Macht Saurons und ist daher der ultimative Gegenstand die Welt in Finsternis einzuhüllen.

Und in diesem Buch treten uns bekannte Zauberer in die Welt ein: Gandalf,Saruman,Radagast,Allatar und Pallando. Sie werden von den Valar beauftragt,den freien Völkern beizustehen und gegen Sauron vorzugehen. Sauron wird vom letzten Bündniss der Elben und Menschen besiegt,sein Ring wandert in die Hände der Menschen,Hobbits,und schließlich in den Schicksalsberg,der Sauron zum Verhängniss wird. Isildurs Erbe regiert nun,die Elben verlassen Mittelerde und Gandalf erfüllt als einziger Zauberer seine Aufgabe.Die Macht der Ringe erlischt und die Ringträger fahren gen Westen.

Und als letzte von allen stachen die Hüter der Drei Ringe in See, und Meister Elrond bestieg das Schiff, das Círdan bereithielt. Im Zwielicht des Herbstes segelte es aus Mithlond hinaus, bis die Meere der Krummen Welt unter ihm schwanden und die Winde des runden Himmels es nicht mehr behelligten; und auf den hohen Lüften über den Nebeln der Welt fuhr es in den Alten Westen, und für die Eldar hatten die Geschichten und Lieder ein Ende.


Joachim Höppner,der die deutsche Stimme von Gandalf dem Grauen/Weißen ist,erzählt auf eine unbeschreibliche Weise diese Geschichte. Glücklicherweise ist die Fassung ungekürzt und ein wahres Abenteuer für die Ohren. Ist man einmal drin,hat man wirklich das Gefühl dass Gandalf vor einem sitzt und die Geschichte erzählt. Das Hörbuch besteht aus 13 CDs auf denen die 5 Bücher verteilt sind und hat ein ansprechendes Cover. An manchen Stellen jedoch,ist die Geschichte etwas langatmig,Höppner versucht aber das Beste herauszuholen was ihm tadellos gelingt.Es gelingt ihm,die epische Wucht darzustellen und dem Buch alle Ehre zu machen. Im Heft finden sich Erläuterungen zum Buch,Sprecher,Schriftsteller und Stammbäume der Völker Mittelerdes.

Wer also mehr wissen möchte,wie Mittelerde entstand und sich den Griff zum Buch fürs Erste aufheben möchte,ist hier bestens aufgehoben! Für jeden Tolkien-Fan ein absolutes Muss!


Daten zum Hörspiel:

Artikelnummer/Bestellnummer: ISBN 978-3-86717-251-6
Herausgeber/Produzent: Der Hörverlag
Homepage: http://www.hoerverlag.de
Genre: Fantasy, Lesung / Hörbuch

Anzahl der Aufrufe dieser Rezension: 713


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Beitrag vom 27.08.2010 - 16:34
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